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Säureschäden bei Hafer
- Signatur
- 01.60.016
- Ursprüngliche Signatur
- Fi-Säure-Hafer-02
- Bildnachweis
- Arnold Finck
Bildinhalt
Das Bild zeigt einen Feldbestand von Hafer auf einem Ackerstandort in der Schleswiger Geest, der aus Heidelandschaft hervorgegangen ist. Die Haferpflanzen weisen mehr oder weniger stark ausgeprägte Symptome von Säureschäden auf: zu geringer Pflanzenbestand und Chlorosen. Stellenweise sind die Pflanzen völlig abgestorben.
Erläuterung
Das stellenweise starke Auftreten der Säureschäden ist möglicherweise auf inhomogene Kalk- oder Ammoniumdüngerausbringung zurückzuführen. Ein zu niedriger pH-Wert des Bodens schädigt die Bodenstruktur und vermindert die Aufnahme zahlreicher Nährstoffe durch die Pflanze infolge Konkurrenzwirkung der Protonen (insbesondere bei Ammonium, Kalium, Magnesium) und/oder Festlegung von Nährstoffen im Boden (z.B. bei Phosphat und Molybdat). Ein sehr niedriger Boden-pH-Wert kann außerdem Mangan- und Aluminiumtoxizität bewirken. Der Standort (siehe Bild) war früher Bestandteil einer Heidelandschaft (Boden sauer) und wurde erst vor relativ kurzer Zeit in die Ackernutzung überführt. Da die Fläche überwiegend extensiv genutzt wurde, unterblieb die erforderliche Aufkalkung.






