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Manganmangel bei Tomate
- Signatur
- 01.12.008
- Ursprüngliche Signatur
- Bu-Mn-121
- Bildnachweis
- Wolfgang Bussler
Bildinhalt
Dargestellt sind 4 Fiederblätter von Tomatenpflanzen mit von links nach rechts zunehmend stark ausgeprägten Manganmangel-Chlorosen. Die Chlorosen sind zwischen den Blattadern lokalisiert; daher bezeichnet man sie auch Interkostalchlorosen.
Erläuterung
Unzureichende Manganversorgung der Pflanze beeinträchtigt am stärksten die Photosynthese (Photosystem II), was sich sofort an der verminderten Sauerstoffentwicklung zu erkennen gibt. Bei etwas stärkerer Manganunterversorgung ist auch der Chlorophyllgehalt der Blätter erniedrigt, was sich in Form von Blattchlorosen (Bild) zu erkennen gibt. Die Ursachen für die bei Manganmangel verminderten Chlorophyllgehalte sind vor allem in der gestörten Biosynthese von Fettsäuren und Carotinoiden zu sehen. Als Folge davon ist die Ultrastruktur der Thylakoidmembranen verändert: der Gehalt an typischen Thylakoidbestandteilen (Glycolipide, mehfach ungesättigte Fettsäuren) ist erniedrigt. Die Chlorosen treten bei Dikodyledonen meist in Form von intervenalen Chlorosen (Interkostalhlorosen) an den jüngeren und mittleren Blättern, bei Gramineen dagegen meist in Form grünlich-grauer Flecken auf den mittleren und älteren Blättern auf.





