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Bild: Arnold Finck, Kiel Originaldatei herunterladen (1886 × 1314 px)

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Stark versauerter Marschboden ohne Pflanzenbewuchs

Signatur
01.60.021
Ursprüngliche Signatur
Fi-03a(BS)
Bildnachweis
Arnold Finck

Bildinhalt

Das Bild zeigt einen Marschboden, auf dem in den Vorjahren reichlich Hafenschlick aufgebracht wurde. Es fällt auf, dass dieser Boden völlig frei von Pflanzen ist.

Erläuterung

Hafenschlick ist infolge mikrobieller Reduktion von Sulfaten des Meerwassers reich an Eisensulfiden und elementarem Schwefel. Die Ausbringung des Schlicks auf den Marschboden bedeutet, dass der Schlick nun stark oxidativen Bedingungen ausgesetzt ist. Durch Oxidation von elementarem Schwefel und Sulfid-Schwefel entsteht Schwefelsäure, so dass der pH-Wert der oberen Schicht des Marschbodens stark absinkt, im vorliegenden Fall bis auf pH 2,8. Da die Oxidation mit dem Verschwinen von schwarzen Eisensulfiden und dunkelbraunen Manganoxiden verbunden ist, kommt es bei dieser Oxidation zu einer starken Aufhellung des Bodens. Bodenversauerung hemmt das Pflanzenwachstum auf vielfältige Weise: unzureichende Kationenaufnahme (als Folge von Kationenauswaschung und Ionenkokurrenz), Aluminium- und Mangantoxizität (infolge von Zersetzung von Tonmineralen bzw. Reduktion von Manganoxiden), Schädigung der Bodenstruktur, Phosphor- und Molybdänmangel (infolge Festlegung von Phosphat bzw. Molybdat im Boden). Bei einem Boden-pH-Wert von 2,8 wirken jedoch auch die Protonen selbst stark negativ auf das Pflanzenwachstum. So sind zum Beispiel die plasmalemmagebundenen ATPasen weitgehend blockiert, weil die hohe Protonenkonzentration im Apoplasten das Herauspumpen der Protonen extrem erschwert.

Vergleiche auch

Schlagworte

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