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Kupfermangel bei Hafer
- Signatur
- 01.13.001
- Ursprüngliche Signatur
- Bu-Cu-38
- Bildnachweis
- Wolfgang Bussler
Bildinhalt
Das Bild zeigt einen Feldbestand mit Haferpflanzen, die Kupfermangelsymptome auf weisen. Neben dem hellere Grün, welches vor allem an den jüngeren Blättern auftritt, ist zu erkennen, daß sich die Spitzen der jüngeren Blätter weiß verfärben (Weißseuche, Weißspitzigkeit) und schließlich absterben (Spitzendürre).
Erläuterung
Die vielfältigen Funktionen, die das Kupfer im Stoffwechsel der Pflanze in Form von kupferhaltigen Enzymen erfüllt, beruhen auf der Fähigkeit, sehr stabile Komplexe bilden und seine Wertigkeit (Valenzwechsel, Ein- und Zweiwertigkeit) wechseln zu können. So ist Kupfer, insbesondere in Form des kupferhaltigen Proteins Plastocyanin, Komponente der Elektronentransportkette von Photosystem I. Kupfermangel beeinträchtigt somit die Photosynthese. Ob und inwieweit der damit verbundene Mangel an Kohlenhydraten zur Ausbildung der oben beschriebenen Symptome führt, ist jedoch weitgehend unklar. Kupfer ist (in Form von kupferhaltigen Enzymen) an zahlreichen Redoxreaktionen beteiligt. So ist Kupfer Bestandteil der Phenoloxidasen und deshalb erforderlich für die Ligninbildung. Die infolge von Kupfermangel verminderte Ligninsynthese beeinträchtigt die Lignifizierung der Zellwände. Die Folge ist eine verringerte Stabilität von Geweben, einschließlich des Xylems. Dies kann eine Kollabierung der Xylemgefäße bewirken und den Wassertransport in den Sproß beeinträchtigen. Starker Kupfermangel zeigt sich daher auch in Form einer Welketracht der Pflanzen. Das Auftreten der Mangelsymptome vorzugsweise an den jüngeren Blättern ist auf die bei Kupfer stark ausgeprägte Phloemimmobilität zurückzuführen.





