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Bild: Wolfgang Bussler, Berlin Originaldatei herunterladen (1398 × 1056 px)

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Bormangel bei Sonnenblume

Signatur
01.16.007
Ursprüngliche Signatur
Bu-B-1
Bildnachweis
Wolfgang Bussler

Bildinhalt

Sonnenblumenpflanzen wurden in Gefäßen mit Nährlösung ohne Bor kultiviert. Die beiden jüngsten Blätter weisen kein harmonisches Wachstum auf; sie wachsen verdreht und sind mißgestaltet. Die anderen jungen Blätter verfärben sich, vom Blattgrund ausgehend, hellgrün bis weiß (Chlorosenbildung).

Erläuterung

Das unharmonische, irreguläre, zu Mißbildungen führende Wachstum der jüngsten Blätter ist wahrscheilich auf die bei Bormangel beeinträchtigte Zellstreckung (Zell-Elongation) zurückzuführen. Die Zell-Elongation wird durch sogenannte cross-links (Kreuzverbindungen zwischen den Zellen) ermöglicht. Die Cross-links bestehen aus Borat-Estern. Ähnliche Symptome treten auch bei Calciummangel auf. Bei Bormangel wird die Nutzung von Calcium in der Pflanze vermindert. Daraus erklärt sich die enge, positive Korrelation zwischen Bor- und Calciumgehalt in den Zellwänden. Die Sonnenblume gilt als Pflanze mit hohem Anspruch an die Borversorgung und daher als Indikatorpflanze für Bormangel.

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