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Bild: Wolfgang Bussler, Berlin Originaldatei herunterladen (1229 × 1835 px)

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Wachstumshemmung bei Ammoniumernährung

Signatur
01.01.009
Ursprüngliche Signatur
Bu-N-105
Bildnachweis
Wolfgang Bussler

Bildinhalt

Hafer wurde in Mitscherlich-Gefäßen mit Boden kultiviert. Der Stickstoff wurde entweder ausschließlich in der Ammoniumform (als Ammoniumsulfat, Gefäß 54, links) oder in Ammonium- und Nitratform ( als Ammoniumnitrat, Gef. 50, rechts) gedüngt und zwar jeweils in einer Gesamtaufwandmenge von 250 mVal N (= 3,5 g N) pro Gefäß. Die Pflanzen, die nur mit Ammoniumstickstoff gedüngt wurden (linkes Gefäß), weisen eine starke Wachstumshemmung auf.

Erläuterung

Sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Assimilation von Ammonium entstehen Protonen. Ihr Herauspumpen aus dem Cytoplasma in den Apoplasten und in die Rhizosphäre erfordert erhöhte Atmung und damit erhöhten Verbrauch von Photosynthetaten. Die Folge ist: Trotz erhöhter Photosyntheseleistung pro Blattflächeneinheit wird weniger Biomasse gebildet. Bei der Ammonium-Nitrat-Mischernährung ist dagegen die Protonenbelastung des Cytoplasmas wesentlich schwächer, weil bei der Assimilation von Nitrat Protonen des Cytoplasmas verbraucht werden. Da die verabreichte Stickstoffmenge sehr hoch war und Ammonium gegenüber Nitrat bevorzugt aufgenommen wird, könnte die ammoniumbedingte Wachstumshemmung, allerdings in abgeschwächtem Maße, auch bei den bei den Pflanzen der Mischernährung noch vorhanden sein, zumal diese Pflanzen die gleichen Symptome wie die der reinen Ammoniumernährung aufweisen. Dies lässt sich aber nur vermuten, da es im Versuch das Prüfglied "Alleinige Nitraternährung" nicht gab. Die ammoniumbedingte Wachstumshemmung steigt mit sinkendem pH-Wert des Bodens.

Schlagworte

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