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Aluminiumtoxizität bei Fichte
- Signatur
- 01.31.016
- Ursprüngliche Signatur
- Be-Al-902a
- Bildnachweis
- Charlotte Hecht-Buchholz
Bildinhalt
Fichtensämlinge wurden in Nährlösung (pH-Wert: 3,5) kultiviert und zwar ohne Aluminium-Zusatz (Gefäß links) und mit Aluminiumzusatz (14 ppm Al = 0,52 mM Al; Gefäß rechts). Als Symptome von Al-Toxizität sind zu erkennen: Weißgelbverfärbung der Nadeln und Wachstumshemmung.
Erläuterung
Aluminiumionen (Al-Ionen) verdrängen bei der Aufnahme und im Stoffwechsel insbesondere Ca- und Mg-Ionen, was zu Mangel an diesen beiden Nährelementen führen kann. Außerdem werden Biomembranen geschädigt, wobei insbesondere die Plasmamembran in ihren Funktionen beeinträchtigt wird. Allgemein sind bei Al-Toxizität Wachstum und Streckung der Wurzeln deutlich stärker beeinträchtigt als das Sprosswachstum. Die Zellteilungsrate ist bei Al-Toxizität deutlich vermindert. Hohe Protonenkonzentration (= niedriger pH-Wert) mindert die Al-Toxizität in Nährlösung (Konkurrenzwirkung), erhöht jedoch die Al-Toxizität in Böden, weil mehr Al-Ionen aus der Bodenmatrix freigesetzt werden. Als wirksame Mittel zur Abschwächung der Al-Toxizität werden in der Praxis (neben der Kalkung) eingesetzt: Düngung von Gips (Calciumsulfat), da Sulfat mit Al-Ionen Komplexe bildet und Calcium Al-Ionen verdrängen kann; organische Substanz (besonders wirksam: Citrat), die Al-Ionen ebenfalls komplex bindet.





