Prof. Dr.agr.habil.
Charlotte Hecht-Buchholz
Institut für Pflanzenernährung der Technischen Universität Berlin
Kurzbiografie
Geboren 1934 in Berlin. Von 1954 bis 1959 Studium der Biologie an der Freien Universität Berlin. 1959 Staatsexamen (1. Staatsprüfung für das Amt des Studienrates) mit den Fächern Biologie, Chemie und Philosophie sowie Physik 1960 als Ergänzungsfach. Von 1960 bis 1963 erfolgte die Anfertigung der Dissertation im Institut für Pflanzenernährung, Bodenchemie und Bodenbiologie der TU Berlin bei Prof. Dr. Rauterberg zum Thema: "Zellen, Gewebe und Organe von Pflanzen bei Phosphormangel". Seit Neubesetzung des Lehrstuhls für Pflanzenernährung durch Prof. Dr. Horst Marschner arbeitete sich Frau Hecht-Buchholz in das Spezialgebiet Elektronenmikroskopie und Feinstruktur der Pflanzenzelle ein und übernahm die Leitung der elektronenmikroskopischen Abteilung des Institutes. 1971 folgte die Habilitation für das Fachgebiet Pflanzenernährung und Ernennung zur Universitätsprofessorin auf Lebenszeit. Zu den verschiedenen Auslandsaufenthalten gehörte ein Forschungsfreisemester von 1987 bis 1988 in Australien. Zwei Gastdozenturen wurden absolviert: 1984 in Taiwan mit "Ultrastruktur der Pflanzenzelle und Mineralstoffernährung" und 1999 im Rahmen des ERASMUS-Programms an der Universität Laguna, Teneriffa, zu "Pflanzenernährung in Tropen und Subtropen". Obwohl Frau Hecht-Buchholz 1993 Angehörige der Humboldt-Universität zu Berlin wurde, blieb ihr Hauptarbeitsplatz bis zum Eintritt in den Ruhestand am 01.04.2000 das Institutsgebäude in Berlin-Dahlem.
Wissenschaftliche Schwerpunkte
Publikationen zu physiologischen Aspekten der Pflanzenernährung. Von besonderer Bedeutung sind dabei ihre Ergebnisse zu den Auswirkungen von Mineralstoffmangel und -überschuss, Salzstress und Aluminiumtoxizität auf die Pflanzenzellen und deren Organellen. Ein Großteil ihrer Veröffentlichungen sind mit Aufnahmen aus der Licht- und Elektronenmikroskopie ausgestattet. Elektronenmikroskopische Aufnahmen, die Feinstruktur der Pflanzenzelle betreffend, wurden von Frau Hecht-Buchholz für verschiedene Lehrbücher zur Verfügung gestellt, z.B. für das international bekannte Buch von H. Marschner "Mineral Nutrition of Higher Plants" und für verschiedene Lehrbücher von K. Mengel. Auch bei Untersuchugen in Zusammenhang mit Mikroorganismen in Beziehung zur Mineralstoffernährung setzte Frau Hecht-Buchholz die Elektronenmikroskopie ein. Zuletzt befasste sie sich mit phytoeffektiven Stickstoff bindenden Bakterien im Rahmen des von Professor Sattelmacher initiierten Sonderforschungsprojektes zur Bedeutung des Apoplasten für die Mineralstoffernährung der Pflanze.
Bilder
Stickstoffüberschuss bei Tomate01.01.025
Stickstoffüberschuss bei Tomate01.01.026
Ammoniumtoxizität bei Tomate01.01.027
Lipidanreicherung im Chloroplasten infolge von Stickstoffmangel01.01.047
Chloroplastenabbau infolge von Stickstoffmangel bei Paprika01.01.048
Phosphormangel bei Hafer01.02.019
Phosphormangel bei Tomate01.02.020
Phosphormangel bei Tomate01.02.021
Phosphormangel bei Tomate01.02.022
Phosphormangel bei Kornrade01.02.023
Phosphormangel bei Tomate01.02.024
Phosphormangel bei Tomate01.02.025
Kaliummangel bei Kartoffel01.03.059
Kaliummangel bei Kokosnusspalme01.03.060
Kaliummangel bei Ölpalme01.03.061
Kaliummangel bei Kokospalme und Bodendeckern01.03.062
Kaliummangel bei Ölpalme01.03.063
Schwefelmangel bei Sojabohne01.04.014
Schwefelmangel bei Sojabohne01.04.015
Chloroplast mit geschwollenen Thylakoiden infolge von Schwefelmangel01.04.029
Calciummangel bei Kartoffelkeimen01.05.075
Calciummangel bei Kartoffelkeimen01.05.076
Zerstörtes Cytoplasma infolge von Calciummangel bei Kartoffelkeimen01.05.077
Koaguliertes Cytoplasma infolge von Calciummangel bei Kartoffelkeimen01.05.078