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Bild: Werner Bergmann, Jena Originaldatei herunterladen (886 × 937 px)

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Quecksilbertoxizität bei Möhre

Signatur
01.33.001
Ursprüngliche Signatur
Be-Hg-841
Bildnachweis
Werner Bergmann

Bildinhalt

Das Bild zeigt 3 Wurzelverdickungen von Möhrenpflanzen, die auf einem Boden mit einem Quecksilber-Gesamtgehalt von > 20 ppm kultiviert wurden. Wie ersichtlich, sind die Wurzelfrüchte deformiert und mit krebsartigen Wucherungen versehen.

Erläuterung

Quecksilber (ähnlich Blei) wird durch die organische Substanz des Bodens sehr fest gebunden, so dass eine Aufnahme durch die Pflanze nur in sehr geringem Maße erfolgt. Vor allem ist die Verlagerung von der Wurzel in den Spross äußerst gering. Am höchsten ist der Gehalt auf der Wurzeloberfläche. Aufgrund seiner hohen Affinität verdrängt Quecksilber in der Wurzeloberfläche Nährelemente wie Eisen, Kupfer und Zink und schädigt Zellen. Es kommt zu krebsartigen Wucherungen. Bei sehr hohen Quecksilbergehalten des Bodens können Schädigungen auch am Spross (Chlorosen, Nekrosen) auftreten. In diesen Fällen gelangt das Quecksilber jedoch weitgehend durch Verdampfung, also über die Atmosphäre, in den Spross.

Schlagworte

Quecksilbertoxizität bei Möhre