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Kaliumsulfat fördert Protonenabscheidung der Wurzel
- Signatur
- 04.04.030
- Ursprüngliche Signatur
- Rö-Agar-Sulfat-01
- Bildnachweis
- Volker Römheld
Bildinhalt
Weizenpflanzen wurden in flachen Plexiglas-Schalen mit Boden kultiviert. Durch Mischen mit einer wäßrigen Lösung, die den Indikator Bromkresolpurpur sowie Nitrat enthielt, wurde der Boden angefeuchtet und gleichmäßig mit dem Indikator und Nitrat (umgerechnet 100 kg Nitrat-N/ha) versorgt. Kalium wurde jedoch in unterschiedlicher Form gedüngt und zwar als Kaliumchlorid (links) und Kaliumsulfat (rechts). Aufgrund der Farbe des pH-Indikators (Farbskala: siehe Bild 533) konnte der pH-Wert der Rhizosphäre bestimmt werden. Dieser war bei Kaliumchloridgabe mit etwa pH 7,5 deutlich höher als bei der Kaliumsulfatgabe, wo etwa pH 6,0 erreicht wurde.
Erläuterung
Bei Kaliumsulfatdüngung kommt es (ladungsmäßig) zu überschüssiger Kationenaufnahme, da das Sulfat in wesentlich niedrigerer Rate als Kaliumionen aufgenommen wird. Der Überschuss wird durch Abgabe von Protonen kompensiert, wodurch der pH-Wert in der Rhizosphäre sinkt. Bei Angebot von Kaliumchlorid ist dagegen die (ladungsmäßige) Kationen- und Anionenaufnahme ausgeglichen, so dass keine Protonen abgegeben werden und nur die pH-erhöhende Wirkung der Nitraternährung wirksam wird.
Vergleiche auch
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