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Einfluss hoher Natriumchlorid- und Natriumsulfatgaben auf das Wachstum von Buschbohnen
- Signatur
- 01.40.016
- Ursprüngliche Signatur
- Rö-Salz-01
- Bildnachweis
- Volker Römheld
Bildinhalt
Buschbohnenpflanzen wurden in 1-Liter-Gefäßen mit Boden bei unterschiedlicher Salzbelastung kultiviert. Bei dem Boden handelte es sich um einen Lehmboden (Löss) der Filder-Hochebene südlich von Stuttgart. Dabei wurde folgendermaßen vorgegangen: Zunächst wurden alle Pflanzen ohne Salzstress angezogen; das heißt: Alle Pflanzen wurden mit reinem Wasser gegossen. Die jungen, aber schon kräftig entwickelten Pflanzen wurden nunmehr mit unterschiedlichem Gießwasser versorgt und zwar mit reinem Wasser (Kontrolle, Gefäß links: "NaCl 0"), mit 300 mM Natriumchloridlösung (Gefäß, Bildmitte: "NaCl 300") und mit einer 150 mM Natriumsulfatlösung, also mit einer Lösung gleicher Natriumkonzentration, nämlich einer Natriumkonzentration von 300 mM (Gefäß rechts: "Na2SO4 300"). Es ist ersichtlich: Moderate Wachstumshemmung bei Verwendung von Natriumsulfat-haltigem Gießwasser (Gefäß rechts), aber starke Wachstumshemmung mit Blattgrünaufhellung und verminderten Blattspreiten bei Verwendung von Natriumchlorid-haltigem Gießwasser (Gefäß in Bildmitte).
Erläuterung
Chlorid wird von der Pflanze in wesentlich höherer Rate als Sulfat aufgenommen. Dies hat - bei gleichem Natriumangebot - eine unterschiedliche Natriumaufnahme zur Folge: Sie ist bei Natriumchlorid höher als bei Natriumsulfat. Natriumtoxizität dürfte jedoch aus folgendem Grund ausscheiden: Chlorid wird nämlich in wesentlich höherer (etwa in 10- bis 100-facher) Rate als das Natriumion aufgenommen. Die höhere Salzbelastung, insbesondere aber Natriumtoxizität, sind daher als Ursachen der verstärkt auftretenden Symptome bei Verwendung von Natriumchlorid-Gießwasser (im Vergleich zu Natriumsulfat-Gießwasser) anzusehen.





