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Bild: Wilhelm Römer, Göttingen Originaldatei herunterladen (1024 × 768 px)

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Kaliummangel bei Stachelbeere

Signatur
01.03.211
Bildnachweis
Wilhelm Römer

Bildinhalt

Das Bild zeigt eine Stachelbeerstaude mit stark ausgeprägten Kalium-Mangelsymptomen in einem Garten in Liebenstein bei Crawinkel/Arnstadt (Thüringen). Die älteren Blätter weisen Blattrandnekrosen auf und sind kleiner als die jüngeren Blätter.

Erläuterung

Jahrelang unterlassene Kaliumdüngung bewirkte ein starkes Absinken des pflanzenverfügbaren Kaliumgehaltes des Bodens (CAL-Methode) auf 6,4 mg K/100 g Boden, was eine sehr niedrige Kaliumversorgung bedeutet. Der hohe Ca-Gehalt des Muschelkalk-Verwitterungsbodens (pH 7,3) verstärkt den Kaliummangel noch (Antagonismus). Besonders deutlich kommt der Kalium-Mangel zum Ausdruck beim Kaliumgehalt der Pflanze: Blätter, Anfang August = 0,34 % der TM; (Grenzwert = 1,8 % der TM). Da Kalium phloemmobil ist, kommt es zu einer K-Verlagerung von den älteren in die jüngeren Blätter, so daß die Symptome verstärkt (oder auch ausschließlich) an den älteren Blättern auftreten undzwar zunächst in Form von Blattrandnekrosen, die sich ausweiten können bis zum völligen Absterben der Blätter. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Pilzbefall.

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