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Guttation bei Weizenblättern
- Signatur
- 04.02.018
- Ursprüngliche Signatur
- Hh-02.16
- Bildnachweis
- Horst Marschner
Bildinhalt
Blätter von Weizenpflanzen mit Wassertröpfchen infolge von Guttation
Erläuterung
Guttation ist die Abgabe von Wassertröpchen und darin Gelöstem über die Blätter aufgrund eines hohen Wurzel- und Sprossdrucks. Der hohe Druck kommt zustande aufgrund des Verdünnungsbestrebens der in den Phloemgefäßen enthaltenen relativ konzentrierten ( etwa 0,4 bis 1,2 molaren) Saccharoselösung, die einer Sogwirkung von etwa 108 bis 324 m Wassersäule entspricht (denn: 1 Osmol/Liter = 27 bar = 270 m WS). Tagsüber kannn sich in der Pflanze ein ihrem osmotischen Potential entsprechender Druck nicht aufbauen, weil die ständige Transpiration (= Druckverlust) dem entgegenwirkt. Hohe Assimilation tagsüber (Saccharosebeladung) und geringe Transpiration während der Nacht (ständiger Wassereinstrom in die Wurzeln; nahezu kein Wasserverlust der Pflanze infolge geringer Transpiration; Druckaufbau) begünstigen daher die Guttation. Allgemein wird die Guttation begünstigt durch hohe Luftfeuchtigkeit und hohen Wassergehalt des Bodens. Der genannte Zusammenhang lässt zugleich verstehen, warum Pflanzen bei sehr niedriger Transpiration ausreichend Wasser und Nährstoffe aufzunehmen vermögen: die Triebkraft ist das Verdünnungsbestreben einer relativ konzentrierten Saccharoselösung in den Phloemgefäßen der Blätter bzw. Nadeln, wodurch ein Massenstrom in Phloem und Xylem entsteht.






