Prof. Dr.agr. Dres.h.c.
Horst Marschner
Institut für Pflanzenernährung der Universität Stuttgart-Hohenheim
Kurzbiografie
Prof. Marschner wurde 1929 im Sudetenland geboren. Nach Kriegsende siedelte sich die Familie in Thüringen an. Prof. Marschner studierte Landwirtschaft und Chemie an der Universität Jena und erwarb im Jahre 1957 seinen Doktortitel in Landwirtschaftlicher Chemie. Er arbeitete danach im Institut für Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (Sachsen-Anhalt). Diese Jahre prägten sein wissenschaftliches Denken und seinen Glauben an die Kraft rationaler Entscheidungen, ohne Einflußnahme dogmatischer politischer Meinungen. Im Jahre 1960, kurz vor dem Bau der Mauer, siedelte er mit seiner Familie in den Westen über. Er arbeitete bei Professor Michael im Institut für Pflanzenernährung in Stuttgart-Hohenheim, wo er sich auch habilitierte. 1966 wurde er als Professor für Pflanzenernährung an die Technische Universität Berlin berufen. Es folgten Forschungsaufenthalte in Kalifornien und Australien. Im Jahre 1977 wurde er an das Institut für Pflanzenernährung der Universität Hohenheim berufen, das er bis zu seinem Tod am 21.September 1996 leitete.
Wissenschaftliche Schwerpunkte
Prof. Marschner erwarb sich als Hochschullehrer und Forscher national und international hohes Ansehen. Er beschäftigte sich am Beginn seiner Laufbahn vor allem mit der Aufnahme von Mineralstoffen. Weitere Arbeiten führten ihn zum Transport und der Funktion von Mineralstoffen in Pflanzen. Er publizierte wegweisende Arbeiten zur Eisenaufnahme und zu Rhizosphäreneffekten. Von 1978 bis 1988 war er Koordinator eines DFG-Schwerpunktprogrammes zur Nährstoffdynamik in der Rhizosphäre. Diesem Programm hat er durch sein breit gefächertes Können und Verstehen richtungsweisende Impulse gegeben und dadurch diese Rhizosphärenforschung zu einem der erfolgreichsten DFG-Schwerpunkte gemacht. Prof. Marschner war an allen großen Forschungsprogrammen der Universität Hohenheim beteiligt, u. a. an: SFB 308 (Westafrika); interdisziplinäre Forschergruppe "Gasemissionen landwirtschaftlicher Betriebssysteme"; "Umweltverträgliche und nachhaltige Landwirtschaft auf hohem Produktions- und Produktivitätsniveau in der Nordchinesischen Tiefebene". Außerdem initiierte und leitete er die Forschungskooperation mit der Universität Adana/Türkei. Ihm wurde der Ehrendoktortitel mehrfach (Univ. Hannover; Univ. Utrecht) sowie der Ehrenprofessortitel von der CAU Peking verliehen. Prof. Marschner war Vorsitzender des Fachausschusses Pflanzenernährung der DFG. Als Autor des Buches "Mineral Nutrition of Higher Plants" (2 Auflagen) und einer Vielzahl von Publikationen wurde Prof. Marschner weltweit bekannt.
Bilder
Stickstoffmangel bei Mais01.01.033
Stickstoffmangel bei Weizen01.01.035
Stickstoffmangel bei Mais01.01.036
Stickstoffmangel bei Radies01.01.037
Stickstoffmangel bei China-Pflanze01.01.038
Stickstoffmangel bei Ackerbohne01.01.039
Stickstoffmangel bei Linse01.01.040
Stickstoffmangel bei Linse im Gefäßversuch01.01.041
Stickstoffmangel bei Mais im Feldbestand01.01.042
Stickstoffmangel bei Baumwolle01.01.043
Stickstoffmangel bei Tabak01.01.044
Stickstoffmangel bei Tabak01.01.045
Stickstoffmangel bei Tabak01.01.046
Stickstoffüberschuss bewirkt Lagergetreide01.01.103
Phosphorüberschuss bei Rebe01.02.028
Phosphormangel bewirkt rötliche Grannen bei Gerste01.02.029
Phosphormangel bei Ackerbohne01.02.030
Phosphormangel bei Blumenkohl01.02.031
Phosphormangel bei Tomate01.02.032
Phosphormangel bei Futterrübe01.02.033
Phosphormangel bei Linse01.02.034
Phosphormangel bei Weizen01.02.035
Phosphormangel bei Buschbohne01.02.036
Wirkung von Phosphormangel auf Spross- und Wurzelwachstum von Buschbohne01.02.037