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Gipsausblühung auf einem Gypsiric Gleysol
- Signatur
- 05.01.004
- Ursprüngliche Signatur
- Bl-05.01.06
- Bildnachweis
- Hans-Peter Blume
Bildinhalt
Das Bild zeigt eine mit Gips bedeckte Bodenoberfläche sowie eine kleine Grube, die zum Teil mit Wasser gefüllt ist. Dieses Wasser ist aufgrund seines hohen Gipsgehaltes (Wasser-Gips-Suspension) weiß gefärbt. Aufnahme: Merddin, Westaustralien, 1968.
Erläuterung
Bei dem Boden handelt es sich um einen Gleysol (deutsch: Gley, von Klei = entwässerter Schlick). Der typische Gley besitzt die durch Grundwasser geprägte Horizontfolge Ah-Go-Gr. Vom Grundwasser nicht beeinflusst ist also nur der Ah-Horizont. Befinden sich solche Gleyosole in Landschaften, die reich an Anhydrit (Gips, Calciumsulfat) sind (= Gypsyric Gleyosols), dann kommt es meist zu Gipsausblühungen, wie im Bild zu sehen. Diese kommen wie folgt zustande: Steigt das Grundwasser an, so gelangt das gipsgesättigte Wasser bis an die Bodenoberfläche. Infolge Wasserverdunstung scheidet sich Gips ab. Dieser Vorgang wiederholt sich oft, so dass eine beträchtliche Gipskruste auf der Bodenoberfläche entsteht. Bereits abgeschiedenes Calciumsulfat (Gips) wird durch Wasser mitgerissen, so dass eine weiß gefärbte Gips-Wasser-Suspension entsteht (Wasser in der Grube).






