Prof. Dr.agr.habil. Dr. h.c.
Hans-Peter Blume
Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Universität Kiel
Kurzbiografie
Geboren 1933 in Magdeburg. Studium der Landwirtschaft in Kiel. Im Jahre 1961 Promotion bei E. Schlichting in Kiel über Tonverlagerung in Böden. Im gleichen Jahr Wechsel mit E. Schlichting von Kiel nach Stuttgart-Hohenheim. 1970 Nachfolger von U. Schwertmann als Voll-Professor für Bodenkunde an der TU Berlin. 1982 Annahme des Rufes als Professor für Bodenkunde an die Universität Kiel. Emeritus seit 1998.
Wissenschaftliche Schwerpunkte
Prof. Blume ist ein national und international bekannter und geschätzter Bodenkundler. Dies gilt insbesondere für die Gebiete Bodenentwicklung, Morphologie und Chemismus des Humuskörpers, Bodenökologie, Stauwasserböden, urbane Böden, Böden in warmen sowie arktischen und subarktischen Wüsten. Durch seine Untersuchungen hat Prof. Blume zu einer verbesserten Klassifikation der Böden beigetragen. So wurde die von ihm vorgeschlagene Bodenklasse der "Reduktosole" international eingeführt. Prof. Blume arrangierte bedeutende Kongresse, z. B. das Europäische Umweltsymposium 1980. Oft war (und ist) er als Berater in Umweltfragen gefragt. Prof. Blume war ein überaus erfolgreicher Hochschullehrer und Forscher: So hat er mehr als 300 Publikationen aufzuweisen und 49 Doktoranden in Hohenheim, Berlin, Kiel und Bangladesh zum Erfolg geführt. Er ist Editor (Miteditor) und Autor (Mitautor) bedeutender Monografien, z. B. des "Scheffer/Schachtschabel" oder des "Bodenkundlichen Praktikums". 1994 bis 1997 war Prof. Blume Präsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft; er war Vorsitzender der Kommission V der Internationalen Bodenkundlichen Gesellschaft. Im Jahre 2005 wurde er Ehrenmitglied der Internationalen Gesellschaft für Bodenkunde.
Bilder
Ammoniakschäden bei Waldbäumen01.50.003
Ammoniakschäden bei Birken01.50.004
Gipsausblühung auf einem Gypsiric Gleysol05.01.004
Bewässerungsgraben mit Salzausblühung05.01.009
Playa mit Salzausblühung05.01.019
Dattelpalmen mit Salzschäden nach Bewässerung05.01.020
Salzausblühung auf Solonchak nach Bewässerung05.01.021
Solonchak mit natürlicher Salzkruste05.01.022
Winderosion in Nepal05.03.001
Winderosion einer Parabraunerde bei Feldbearbeitung05.03.002
Winderosion mit Freilegung von Horizonten eines Podsols05.03.003
Bildung von Bodenrinnen infolge von Wassereinwirkung05.03.004
Grabenbildung infolge von Tunnelerosion05.03.005
Rinnenerosion am Oberhang und Sedimentation am Unterhang infolge von Wassereinwirkung05.03.006
Tropischer Starkregen mit Rinnenerosion05.03.020
Flächenspülung nach Starkregen05.03.021
Flächenspülung und Rinnenbildung auf einem Rübenfeld nach Starkregen05.03.022
Flächensedimentation und Rinnenerosion auf einem Weizenschlag05.03.023
Rinnenerosion und Flächensedimentation auf einem Weizenschlag05.03.024
Küstenabtrag durch Meeresbrandung05.03.025
Einsinken der Grasnarbe infolge Tunnelerosion05.03.026
Wanderdüne in Lybien05.03.027
Hangrutschung05.03.028
Kalksteinlandschaft nach Entwaldung05.03.029