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Bild: Hans-Peter Blume, Kiel Originaldatei herunterladen (1342 × 1368 px)

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Reduktosol einer Mülldeponie

Signatur
05.05.006
Ursprüngliche Signatur
Bl-05.05.17
Bildnachweis
Hans-Peter Blume

Bildinhalt

Das Bild zeigt das Profil eines Bodens einer ehemaligen, wenig abgedeckten Mülldeponie. Das Profil zeigt redoximorphe Merkmale: in die Atmosphäre entweichende Methanbläschen; die Schichten und Bodenpartikel weisen die unterschiedlichsten Farben auf: weiß (Eisen-II-Hydroxid), grünlich (Eisen-II-III-Hydroxide), fleischfarben (Mangansulfid), grau (Eisen-II-Sulfid) und schwarz (Fe(II)-Sulfid, Fe(III)-Sulfid; Mn(III)- und Mn(IV)-Oxide).

Erläuterung

Das aufsteigende Methan ist ein Indikator für stark reduzierende Bedingungen. Der zugrunde liegende Mechanismus ist folgender: Das Vorhandensein von großen Mengen an leicht oxidierbaren Kohlenstoff und Sauerstoffmangel (begünstigt durch einen hohen Wassergehalt) erniedrigen das Redoxpotentials, vorzugsweise im unteren Bereich der Mülldeponie, so stark, dass Methan entstehen kann. Die daran beteiligten mikrobiellen Umsetzungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Kohlenstoff (in Kohlenhydratform) ergibt Methan plus Kohlendioxid: 2 C(H2O) ergibt CH4 + CO2. Das entstehende Methan entweicht nach oben. Dabei wird Sauerstoff verdrängt, so dass es zu Sauerstoffmangel und damit zu Reduktionen auch in nicht wassergesättigten Bereichen der Deponie kommt. Sulfid entsteht durch Reduktion von Sulfat: Sulfat plus Kohlenstoff (in Kohlenhydratform) ergibt Sulfid plus Kohlendioxid.

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Schlagworte

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