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Rohboden (Technosol) aus pyritreichem Abraum
- Signatur
- 05.05.012
- Ursprüngliche Signatur
- Bl-05.05.23
- Bildnachweis
- Hans-Peter Blume
Bildinhalt
Das Bild zeigt einen Rohboden aus pyritreichem Abraum des Steinkohlebergbaues 2 Jahre nach der Schüttung in der Nähe der Stadt Bammert in Westfalen aus dem Jahre 1991 (vgl. Bild 952). Da sich ein Pflanzenwuchs noch nicht oder nur ganz spärlich entwickelt, ist noch keine sichtbare Humusbildung erfolgt. Durch Oxidation des Pyrits entsteht gelber Jarosit (gelbe Partikel).
Erläuterung
Ein Rohboden ermöglicht noch kein Pflanzenwachstum, da sich ein A-Horizont noch nicht gebildet hat bzw. nur wenige Millimeter mächtig ist. Pyrit ist eine Verbindung aus 2-wertigem Eisen, einem Sulfidanion und einem neutralen (nullwertigem) Schwefelatom. Pyrit fördert die Reduktion von Nitrat (Denitrifikation). Die Oxidation mit Sauerstoff (Luft) führt zu Schwefelsäure und Eisen-(III). Der pH-Wert wird dadurch stark erniedrigt. Unter diesen Bedingungen kann sich Jarosit bilden. Damit sich eine Pflanzendecke etablieren kann, ist vor allem der pH-Wert durch Kalkung anzuheben.
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Schlagworte
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