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Dwogmarsch aus Marschenschlick unter Weide
- Signatur
- 05.06.015
- Ursprüngliche Signatur
- Bl-05.06.15
- Bildnachweis
- Hans-Peter Blume
Bildinhalt
Das Bild zeigt das Profil einer Dwogmarsch aus Marschenschlick unter Weide in der Nähe des Ortes Marne (Schleswig-Holstein). Folgende Horizonte sind zu erkennen: Go (Grundwasser; oxidierend; 0 bis 15 cm), Sw (naßgebleicht; einzelne Rostflecken und Konkretionen; 15 bis 35 cm), fAh (fossil; mineralischer Oberboden; humos; 35 bis 80 cm), Sd (helle und rostfleckige Matrix; 80 bis 120 cm), fGo (fossil; Grundwasserbereich; oxidiert; 120 bis 140 cm), Sd (helle, rostfleckige Matrix;> 140 cm).
Erläuterung
Marschen weisen im allgemeinen wie die Gleye eine Ah-Go-Gr-Horizontierung auf. Die durchlüfteten Horizonte sind mehr oder weniger rostfleckig, während der Gr-Horizont (r = reduzierend) häufig durch Eisensulfide schwarz oder graublau gefärbt ist. Marschen bilden sich aus Schlick, einem karbonat- und sulfidhaltigen, feinkörnigen Sediment der Wattenküsten mit "primärer" organischer Substanz (abgestorbene Organismen des Meeres). Aus dem marinen Schlickwatt (mikrobielle Reduktionen; Sulfat wird zu Sulfiden und Schwefel reduziert; schwarze Eisensulfide) entsteht zunächst eine Salzmarsch, dann (nach Salzauswaschung) eine Kalkmarsch, dann (nach Karbonatlösung der von den Pflanzenwurzeln abgegebenen Säuren) eine Kleimarsch und dann eine (mit Tonen angereicherte) Knickmarsch. An der Nordseeküste wurden die zur Schlickablagerung führenden Meerestransgressionen (Überflutungen) durch Stillstandsphasen unterbrochen, in denen die genannte Bodenentwicklung ungestört ablaufen konnte. Dadurch enthalten viele der heutigen Marschen fossile Bodenhorizonte. Ein fossiler A-Horizont wird als Humus-Dwog bezeichnet und ist Kennzeichen der Dwogmarsch. Ein Dwog-Horizont ist ein tonreicher, durch Humus schwarz- oder Eisenoxide braungefärbter, sehr dichter Horizont.





