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Solonetz mit Säulengefüge
- Signatur
- 05.06.021
- Ursprüngliche Signatur
- Bl-05.06.23
- Bildnachweis
- Hans-Peter Blume
Bildinhalt
Das Bild zeigt das Profil eines Solonetzbodens mit Säulengefüge in der Nähe von Hortobacy, Ungarn (Aufnahme aus dem Jahr 1961). Die Horizontfolge ist folgende: Ah (0 bis 20 cm); Bnt (alkalisiert, tonakkumuliert; 20 bis 60 cm); Gz (salzakkumulierter, vom Grundwasser beeinflusster Boden; > 60 cm).
Erläuterung
Solonetze sind Böden arider Klimate mit einem Btn-Horizont (t = Ton; n = alkalisierend durch Natrium). Der Btn-Horizont ist durch hohe Natrium-Sättigung (> 15 %), ein Säulengefüge, hohen Tongehalt und oft auch dunkle Farbe (siehe Bild) gekennzeichnet. Solonetze werden deshalb auch als Natriumböden oder Schwarzalkaliböden bezeichnet. Solonetze entstehen meist durch Entsalzung aus Solonchaken infolge einer Grundwasserabsenkung. Die hohe Natriumsättigung bewirkt hohe pH-Werte zwischen 8,5 und 11 und erleichtert die Verlagerung von Ton uns Humus nach unten und gleichzeitig eine Schluffwanderung im Wechsel von Quellung und Schrumpfung nach oben. Dadurch bildet sich das typische Säulengefüge. Die starke Belegung der Sorptionsplätze mit Natrium wirkt dispergierend und damit tonverlagernd.





