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Bild: Joska Gerendas, Kiel Originaldatei herunterladen (1446 × 1056 px)

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Nickelmangel bei Raps und Harnstoffernährung

Signatur
01.17.012
Ursprüngliche Signatur
Ger-Ni-02
Bildnachweis
Joska Gerendas

Bildinhalt

Rapspflanzen wurden in Nährlösung kultiviert, wobei Stickstoff nur in Form von Harnstoff (über die Nährlösung) angeboten wurde. Die Nährlösung des rechten Gefäßes enthielt zusätzlich Nickel (0,04 µM) in Form von Nickelsulfat, während die Nährlösung des linken Gefäßes frei von Nickel blieb. Als Symptome von Nickelmangel (Gefäß links) sind erkennbar: starke Wachstumshemmung sowie Chlorosen und Nekrosen an den älteren Blättern.

Erläuterung

Nickel ist essentiell für die Struktur und katalytische Funktion des Enzyms Urease. Nickelmangel vermindert daher die Ureaseaktivität. Die Folge ist, dass Harnstoff nicht in ausreichendem Maße hydrolytisch gespalten werden kann und es kommt zu toxisch wirkenden Anreicherungen von Harnstoff in der Pflanze. Wird anstelle von Harnstoff Ammoniumnitrat als Stickstoffquelle angeboten (vgl. bei Bild 2208), so treten bei der Variante "ohne Nickel" keine äußerlich sichtbaren Symptome von Nickelmangel auf. Aus den entsprechenden Pflanzen konnte jedoch Harnstoff extrahiert werden, was bei den Pflanzen der Variante "mit Nickel" nicht möglich war. Dies zeigt, dass auch bei Ammoniumnitraternährung in der Pflanze Harnstoff gebildet wird, deren Konzentration aber geringer ist als bei Harnstoffernährung.

Vergleiche auch

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