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Bild: Joska Gerendas, Kiel Originaldatei herunterladen (3327 × 2192 px)

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Nickelmangel bei Tabak und Harnstoff-Blattapplikation

Signatur
01.17.013
Ursprüngliche Signatur
Ger-Ni-04
Bildnachweis
Joska Gerendas

Bildinhalt

Tabakpflanzen wurden in Nährlösung kultiviert, wobei Stickstoff nur in Form von Ammoniumnitrat (über die Nährlösung) angeboten wurde. Die Nährlösung des linken Gefäßes enthielt zusätzlich Nickel (0,04 µM) in Form von Nickelsulfat, während die Nährlösung des rechten Gefäßes frei von Nickel blieb. Nun erhielten die voll entfalteten Pflanzen eine 1-malige Harnstoff-Blattapplikation. 10 Tage nach dieser Applikation entstand obiges Foto. Als Symptome von Nickelmangel (Gefäß rechts) sind erkennbar: fleckenhafte, chlorotische Aufwölbungen an den älteren Blättern, jedoch keine Wachstumshemmung.

Erläuterung

Erfolgt die Stickstoffernährung dauerhaft nur mit Harnstoff, so treten aufgrund starker Harnstoffanreicherung in der Pflanze sehr stark ausgeprägte Symptome von Nickelmangel auf (vgl. Bild 2207). Erfolgt die Stickstoffernährung dauerhaft nur mit Ammoniumnitrat, so weisen die Pflanzen äußerlich keine Symptome von Nickelmangel auf (vgl. Bild 2208). Die vorübergehende Versorgung der Pflanze mit Harnstoff in Form der Harnstoff-Blattapplikation erzeugt eine mittlere Harnstoffanreicherung in der Pflanze, die keine Wachstumshemmung bewirkt, aber chlorotische Aufwölbungen auf den älteren Blättern. Diese Fakten zeigen, dass Harnstoffernährung Nickelmangel induzieren und verstärken kann. Wird die Pflanze nicht mit Harnstoff ernährt, so so treten äußerlich meist gar keine Nickelmangelsymptome auf, sondern es werden nur erhöhte Harnstoffkonzentrationen in der Pflanze festgestellt (Harnstoffbildung in der Pflanze!).

Vergleiche auch

Schlagworte

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