Die Bilder dürfen kostenlos heruntergeladen und für Vorträge genutzt werden – stets mit Angabe des Bildautors.
Kupfereffizienz von Weizen und Roggen
- Signatur
- 01.13.009
- Ursprüngliche Signatur
- Kr-Cu-02
- Bildnachweis
- Reiner Krähmer
Bildinhalt
Weizen- (1. und 2. Gefäß, von links) und Roggenpflanzen (3. und 4. Gefäß, von links) wurden auf einem kupferarmen Niedermoorboden in Mitscherlich-Gefäßen kultiviert. Das jeweils linke Gefäß der beiden Getreidearten erhielt eine ausreichende Kupferversorgung in Form einer Kupferbodendüngung (200mg Kupfer pro 6 Liter Boden zum Ansetzen der Gefäße). Die nicht mit Kupfer gedüngten Weizenpflanzen (2. Gefäß, von links) zeigen typische Kupfermangelsymptome: die Blätter weisen ein helleres Grün auf; die Spitzen der jüngsten Blätter sind weißgelb verfärbt und zum Teil abgestorben (Spitzendürre); die Pflanzen sind wesentlich kleiner, haben einen verminderten Turgor und sind schlaff. Demgegenüber weisen die nicht mit Kupfer gedüngten Roggenpflanzen (4. Gefäß, von links) im Vergleich zu den Kontrollpflanzen (3. Gefäß, von links) keine Kupfermangelsymptome auf: das Wachstum ist nicht vermindert; die jüngeren Blätter sind frei von weißgelben Spitzen; ein verminderter Turgor und demzufolge schlaffe Blätter und Welketracht sind nicht vorhanden.
Erläuterung
Weizen stellt an die Kupferversorgung des Bodens wesentlich höhere Ansprüche als Roggen. Mit anderen Worten: Die Kupfereffizienz des Weizens ist wesentlich geringer als die des Roggens. Dieser Unterschied ist hinsichtlich der vegetativen Entwicklung klar zu erkennen (siehe Bild); er ist in Bezug auf die generative Entwicklung noch größer. Das im Boden vorhandene Kupfer wird hauptsächlich durch Interzeptionswachstum, d. h. unmittelbaren Kontakt mit der Wurzel, aufgenommen. Deshalb ist die höhere Kupfereffizienz von Roggen hauptsächlich auf seine im Vergleich zu Weizen größere Wurzeloberfläche (mehr Feinwurzeln) zurückzuführen.
Vergleiche auch
Schlagworte
Mehr zum Thema Kupfer
Kupfermangel bei Weizen01.13.010
Absterben der Seitentriebe verbessert Kupferversorgung der Pflanze01.13.008
Welketracht bei Sonnenblume infolge von Kupfermangel01.13.011
Kupfermangel und -toxizität bei Sonnenblume01.13.007
Mangelnde Lignifizierung bei Sonnenblume infolge von Kupfermangel01.13.012
Kupfermangel bei Paprika01.13.006
