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Absterben der Seitentriebe verbessert Kupferversorgung der Pflanze
- Signatur
- 01.13.008
- Ursprüngliche Signatur
- Kr-Cu-01
- Bildnachweis
- Reiner Krähmer
Bildinhalt
Weizenpflanzen wurden auf einem Niedermoorboden in Mitscherlichgefäßen bei unterschiedlicher Kupferversorgung kultiviert (links: Kupfer-Bodendüngung; Mitte und rechts: ohne Kupferdüngung). Zu Beginn des Schossens wurden die Seitentriebe der Pflanzen des rechten Gefäßes mittels Applikation von Abscisinsäure (ABA) zum Absterben gebracht. Das Bild zeigt die Pflanzen 10 Tage nach der ABA-Applikation. Als Kupfermangelsymptome (Gefäß Mitte) sind zu erkennen: Wachstumshemmung, Chlorosen (insbesondere weiße Blattspitzen), Welketracht, verminderter Turgor. Die Kupfermangelpflanzen des rechten Gefäßes bildeten einige Tage nach der ABA-Blattapplikation wieder ein dunkleres Blattgrün aus, der Turgor stieg und die Welketracht verschwand.
Erläuterung
Absterben der Seitentriebe bedeutet auch Proteolyse. Es kommt zu einer Rückverlagerung von Nährstoffen (insbesondere von Stickstoff) in den vitalen Bereich der Pflanze. Dabei wird auch Kupfer (wahrscheinlich als Kupfer-Aminosäure-Chelat) verlagert und zwar bis in die Meristeme mit der Folge, dass Proteinsynthese, Ligninbildung und andere durch Kupfermangel beeinträchtigte Prozesse wieder normal ablaufen können und die Kupfermangelsymptome allmählich wieder verschwinden. Bei N-Mangel, der nicht mit dem Absterben von Gewebe, aber auch mit einer N-Verlagerung verbunden ist, findet eine solche Kupferverlagerung wahrscheinlich nicht statt, da Cu-Mangel auch bei starkem N-Mangel auftritt (siehe: Krähmer u. Sattelmacher, Z. Pflanzenern. Bodenk., 160, 385-392, 1997).






