Die Bilder dürfen kostenlos heruntergeladen und für Vorträge genutzt werden – stets mit Angabe des Bildautors.
Molybdän-Überschuss bei Tomate
- Signatur
- 01.14.013
- Ursprüngliche Signatur
- He-Mo-03
- Bildnachweis
- Charlotte Hecht-Buchholz
Bildinhalt
Das Bild zeigt Spross-Spitzen von Tomatenpflanzen, die auf Nährlösung bei Molybdänüberschuss angezogen wurden. Die Wachstumszonen der jüngsten Blätter (Meristeme) haben sich gelb verfärbt und das Wachstum ist stark vermindert. Wie bei Molybdänmangel (z. B. bei Blumenkohl) ist die Blattspreite reduziert und verformt.
Erläuterung
Allgemein ist die Toleranz von Pflanzen gegen hohe Molybdängehalte sehr groß. Trotzdem gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Spezies. So ist die Tomate weniger tolerant als Phaseolus-Bohnen oder die Sonnenblume. Ursache hierfür ist, dass bei Tomate eine wesentlich stärkere Molybdänverlagerung von der Wurzel in den Spross stattfindet (Hecht-Buchholz, 1973; Z. Pflanzenernähr. Bodenk. 136, 110-119). Die Wachstumsminderung betrifft jeweils das jüngste Blatt am stärksten. Die makroskopischen Gelbverfärbungen treten auch in den Sprosshaaren und Wurzelspitzen auf. Auch mikroskopisch treten sie auf: Neben gelb gefärbten Vakuolen finden sich gelbe Kügelchen in den meristematischen Geweben. Die Gelbfärbung beruht möglicherweise auf der Bildung von Molybdän-Catechin-Komplexen.





