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Bild: Charlotte Hecht-Buchholz, Berlin Originaldatei herunterladen (1606 × 1051 px)

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Molybdänüberschuss bei Tomate

Signatur
01.14.012
Ursprüngliche Signatur
He-Mo-02

Bildinhalt

Tomatenpflanzen wurden in Nährlösung mit überhöhtem Molybdängehalt kultiviert. Das Bild zeigt jüngere Blätter solcher Pflanzen. Die Blätter bei Molybdänüberschuss zeigen folgende Symptome : Es bilden sich orangegelbe Chlorosen in der Blattbasis und das Wachstum der Blätter ist stark vermindert.

Erläuterung

Allgemein ist die Toleranz von Pflanzen gegen hohe Molybdängehalte sehr groß. Trotzdem gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Spezies. So ist die Tomate weniger tolerant als Phaseolus-Bohnen oder die Sonnenblume. Ursache hierfür ist, dass bei Tomate eine wesentlich stärkere Molybdänverlagerung von der Wurzel in den Spross stattfindet (Hecht-Buchholz, 1973; Z. Pflanzenernähr. Bodenk. 136, 110-119). Die Wachstumsminderung betrifft jeweils das jüngste Blatt am stärksten. Die makroskopischen Gelbverfärbungen treten auch in den Sprosshaaren und Wurzelspitzen auf. Auch mikroskopisch treten sie auf: Neben gelb gefärbten Vakuolen finden sich gelbe Kügelchen in den meristematischen Geweben. Die Gelbfärbung beruht möglicherweise auf der Bildung von Molybdän-Catechin-Komplexen.

Vergleiche auch

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