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Molybdänmangel bei Hafer
- Signatur
- 01.14.017
- Ursprüngliche Signatur
- Pi-Mo-01
- Bildnachweis
- Hans-Peter Pissarek
Bildinhalt
Das Bild zeigt Sprosse von Haferpflanzen, die auf einem Hochmoorboden (nahe Erfte bei Rendsburg) aufwuchsen. Mittels Pflanzenanalse wurde Molybdänmangel diagnostiziert. Als Symptome von Molybdänmangel sind erkennbar: hellgrüne bis gelbe Verfärbungen der Blätter; Vertrocknen, Absterben und Braunverfärbung der Spitzen der mittleren Blätter. Das jeweils jüngste Blatt ist weniger betroffen.
Erläuterung
Die Getreidearten haben nur einen niedrigen Molybdänbedarf und ein allgemein gutes Aneignungsvermögen für Nährstoffe. Deshalb tritt Molybdänmangel bei Hafer nur auf extremen Mangelböden auf. Das sind Standorte mit sehr niedrigem pH-Wert, zum Beispiel Hochmoorböden (pH 2,5 bis 3,5). Die beschriebenen Symptome ähneln Stickstoffmangelsymptomen. Wegen der Funktion von Molybdän im Stoffwechsel der Pflanze (Bestandteil der Nitratreduktase) erscheint dies verständlich. Damit in Übereinstimmung steht der Befund, dass der Molybdänbedarf der Pflanze bei Nitraternährung stets höher ist als bei Ammoniumernährung. Es ist jedoch zu beachten, dass auch noch andere, molybdänspezifische Symptome auftreten, die bei Stickstoffmangel nicht auftreten, z. B. die "Whiptailsymptome".






