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Bild: Hans-Peter Pissarek, Osnabrück Originaldatei herunterladen (1284 × 1712 px)

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Molybdänmangel bei Hafer

Signatur
01.14.017
Ursprüngliche Signatur
Pi-Mo-01

Bildinhalt

Das Bild zeigt Sprosse von Haferpflanzen, die auf einem Hochmoorboden (nahe Erfte bei Rendsburg) aufwuchsen. Mittels Pflanzenanalse wurde Molybdänmangel diagnostiziert. Als Symptome von Molybdänmangel sind erkennbar: hellgrüne bis gelbe Verfärbungen der Blätter; Vertrocknen, Absterben und Braunverfärbung der Spitzen der mittleren Blätter. Das jeweils jüngste Blatt ist weniger betroffen.

Erläuterung

Die Getreidearten haben nur einen niedrigen Molybdänbedarf und ein allgemein gutes Aneignungsvermögen für Nährstoffe. Deshalb tritt Molybdänmangel bei Hafer nur auf extremen Mangelböden auf. Das sind Standorte mit sehr niedrigem pH-Wert, zum Beispiel Hochmoorböden (pH 2,5 bis 3,5). Die beschriebenen Symptome ähneln Stickstoffmangelsymptomen. Wegen der Funktion von Molybdän im Stoffwechsel der Pflanze (Bestandteil der Nitratreduktase) erscheint dies verständlich. Damit in Übereinstimmung steht der Befund, dass der Molybdänbedarf der Pflanze bei Nitraternährung stets höher ist als bei Ammoniumernährung. Es ist jedoch zu beachten, dass auch noch andere, molybdänspezifische Symptome auftreten, die bei Stickstoffmangel nicht auftreten, z. B. die "Whiptailsymptome".

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