Zum Inhalt springen
Bild: Horst Marschner, Stuttgart-Hohenheim Originaldatei herunterladen (1413 × 1334 px)

Die Bilder dürfen kostenlos heruntergeladen und für Vorträge genutzt werden – stets mit Angabe des Bildautors.

Genotypische Unterschiede hinsichtlich Mangantoxizität bei Augenbohne

Signatur
01.12.048
Ursprüngliche Signatur
Hh-13.09
Bildnachweis
Horst Marschner

Bildinhalt

Zwei Genotypen der Augenbohne, "TVu 1283" (obere Reihe) und "Jebba pea" (untere Reihe), wurden in Mitscherlich-Gefäßen mit einem sauren Boden bei normalem (jeweils Gefäß links), überhöhtem (jeweils Gefäß Mitte) und stark überhöhtem Mangangehalt des Bodens (jeweils Gefäß rechts) kultiviert. Es ist ersichtlich, dass überhöhtes Manganangebot bei beiden Genotypen Chlorosen und Nekrosen an den vollentwickelten Blättern sowie eine Hemmung des Wachstums bewirkte. Bei "TVu 1283" sind diese Symptome jedoch wesentlich stärker ausgeprägt.

Erläuterung

Die Gründe für die unterschiedliche Mangan-Toleranz von "Jebba pea" und "TVu 1283" sind unbekannt. Die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen ein überhöhtes Manganangebot beruht zum Teil auf hoher Manganverträglichkeit (z. B. bei Tee, Reis, Heidelbeeren, Baumwolle, Kartoffeln, Tabak) zum Teil auf geringer Manganaufnahme und -Translokation in der Pflanze (z. B. bei Hafer, Erdbeeren). Allgemein gilt, dass Pflanzen, die an neutrale und kalkhaltige Böden adaptiert sind (z. B. Luzerne, Buschbohne), auf hohes Manganangebot empfindlich reagieren. Die hohe Manganverträglichkeit von Pflanzen ist eine Anpassung der Pflanze an ständig hohe Mangankonzentration in der Rhizosphäre und zwar als Folge eines niedrigen Boden-pH-Wertes (versauerte Standorte) oder von Sauerstoffmangel in der Rhizosphäre (Reisanbau: Paddy-Reis).

Vergleiche auch

Schlagworte

Mehr zum Thema Mangan

Genotypische Unterschiede hinsichtlich Mangantoxizität bei Augenbohne