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Bild: Horst Marschner, Stuttgart-Hohenheim Originaldatei herunterladen (2082 × 1321 px)

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Calcium-Blattapplikation verhindert TIBA-induzierten Calciummangel bei Sonnenblume

Signatur
01.05.059
Ursprüngliche Signatur
Hh-08.05/06
Bildnachweis
Horst Marschner

Bildinhalt

Das Bild zeigt Sonnenblumenpflanzen, die in kompletter Nährlösung kultiviert wurden. Alle Pflanzen erhielten eine Blattapplikation mit Tri-Jod-Benzoesäure (TIBA). Die Hälfte der so behandelten Pflanzen erhielt zusätzlich eine Calcium-Blattapplikation. Nach etwa 14 Tagen wiesen die Pflanzen, die die Calcium-Blattapplikation nicht erhalten hatten stark ausgeprägte Symptome von Calciummangel auf (Teilbild links), während die Pflanzen, die die Calcium-Blattapplikation erhalten hatten, keinerlei Mangelsymptome aufwiesen (rechtes Teilbild).

Erläuterung

Calcium ist nicht phloemmobil. Es gelangt in die Wachstums-Sinks mittels eines Transportes von Zelle zu Zelle, verbunden mit einem Gegentransport von Auxin (IAA). Wird dieser Gegentransport von IAA unterbrochen, z. B. durch TIBA-Applikation, so wird auch der akropetale (aufwärts gerichtete) Calciumtransport unterbrochen und Calciummangelsymptome werden sichtbar (linkes Teilbild). Wird jedoch Calcium über das Blatt zugeführt, so unterbleibt der Calciummangel (rechtes Teilbild). Zugleich wird durch die Calcium-Blattapplikation bewiesen, dass es sich bei den durch TIBA-Behandlung bewirkten Symptomen tatsächlich um Calciummangel handelte.

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