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Schwefelmangel bei Luzerne
- Signatur
- 01.04.002
- Ursprüngliche Signatur
- Bu-S-21
- Bildnachweis
- Wolfgang Bussler
Bildinhalt
Luzerne wurde in Mitscherlich-Gefäßen mit Boden kultiviert und zwar im Gewächshaus (1. und 2. Gefäß von links) und außerhalb des Gewächshauses (3. und 4. Gefäß von links), jeweils ohne (-S) und mit Schwefeldüngung (+S). Es ist ersichtlich, daß bei Kultivierung im Gewächshaus Schwefelmangel in sehr starkem Maße auftritt: Stark vermindertes Wachstum der Pflanzen und starke Chlorosen an allen Blättern. Bei Kultivierung der Pflanzen außerhalb des Gewächshauses ist der Schwefelmangel wesentlich schwächer ausgeprägt: Die Blätter sind nur schwach chlorotisch und das Wachstum der Pflanzen ist nicht vermindert.
Erläuterung
Der im Freiland gegenüber Gewächshausbedingungen festgestellte, geringere Schwefelmangel ist wahrscheinlich auf Schwefeleintrag aus der Atmosphäre (Schwefeldioxid) zurückzuführen, da sich das Versuchsgelände inmitten einer Millionenstadt (Berlin) befand. Die Chlorosen erfassen ältere und jüngere Blätter gleichermaßen. Als Ursachen sind zu sehen: Im Gewächshaus war der Mangel von Anfang an sehr stark, so daß zu jedem Zeitpunkt alle Blätter mit Schwefel unterversogt waren. Im Freigelände wurde ständig allen Blättern Schwefel aus der Atmosphäre zugeführt. Der höhere Schwefelbedarf der jüngeren Blätter wird kompensiert durch Verlagerung von Sulfat-Schwefel aus den älteren in die jüngeren Blätter. Das bessere Wachstum im Gewächshaus (bei adäquater Schwefelversorgung) dürfte auf die dort erhöhte Temperatur zurückzuführen sein.





