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Bild: Wolfgang Bussler, Berlin Originaldatei herunterladen (1136 × 1571 px)

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Schwefelmangel bei Sojabohne

Signatur
01.04.005
Ursprüngliche Signatur
Bu-S-33
Bildnachweis
Wolfgang Bussler

Bildinhalt

Sojabohnenpflanzen wurden in Mitscherlich-Gefäßen mit Schwefelmangelboden, ohne Schwefeldüngung (links) und mit Schwefeldüngung (rechts), angezogen. Die Schwefelmangelpflanzen (links) weisen eine nur geringe Wachstumsminderung gegenüber den Kontrollpflanzen (rechts) auf. Alle Blätter der Mangelpflanzen (links) sind jedoch chlorotisch, denn sie weisen ein helleres Blattgrün als die Blätter der Kontrollpflanzen (rechts) auf.

Erläuterung

Bei den Mangelpflanzen (im Bild links) sind die jüngeren Blätter mindestens so stark chlorotisch wie die älteren Blätter. Zum Vergleich: Bei Stickstoff erfolgt eine wesentlich stärkere Auslagerung aus den älteren Blättern, weil - im Unterschied zu Schwefel - auch die organisch gebundene Form (nach erfolgter Proteolyse und Vorliegen von Aminosäuren) ausgelagert werden kann. Daher treten bei Stickstoffmangl die Symptome vorwiegend an den älteren Blättern auf. Bei Schwefelmangel kann nur solcher Schwefel aus den älteren Blättern ausgelagert werden, der noch nicht in organische Strukturen eingebunden wurde. Die Schwefelauslagerung aus den älteren Blättern ist daher - insbesondere bei schnell wachsenden Pflanzen - oft geringer als der Schwefelverbrauch in den jüngeren Blättern, so dass in diesen Fällen die Chlorosen an den jüngeren Blätter stärker als an den älteren Blätter ausgeprägt sind. Neben Wachstumsminderungen und Chlorosen weisen die Blätter von Schwefelmangelpflanzen infolge der Hemmung der Proteinsynthese erhöhte Nitratgehalte auf.

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