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Natriumdüngung erhöht Sprosswachstum der Zuckerrübe
- Signatur
- 01.21.001
- Ursprüngliche Signatur
- Sa-Na-01
- Bildnachweis
- Burkhard Sattelmacher
Bildinhalt
Zuckerrübenpflanzen wurden auf Nährlösung bei unterschiedlichem Kalium- und Natriumangebot kultiviert und zwar bei 0,25 mval KCl und 4,75 mval NaCl (Gefäß links) sowie bei 5 mval KCl (Gefäß rechts). Wie ersichtlich, bewirkte die Natriumdüngung ein erhöhtes Sprosswachstum (Gefäß links).
Erläuterung
Als natrophile Pflanze reagiert die Zuckerrübe auf eine Natriumdüngung mit verstärktem Wachstum (linkes Gefäß). Es handelt sich um einen reinen Natrium-Effekt; denn die Kalium-Konzentration war bei vermindertem Wachstum (rechtes Gefäß) mit 5 mVal deutlich höher als bei erhöhtem Wachstum (linkes Gefäß; 0,25 mVal K /Gefäß), wobei das Chlorid-Angebot in beiden Fällen gleich war (jeweils 5 mval/Gef.). Essentiell ist Natrium nur für einige C4-Species (z. B. Atriplex = Graumelde). Darüberhinaus kann Natrium bei zahlreichen Species, insbesondere solchen, die zur Familie der Chenopodiaceae (Gänsefußgewächse) gehören (z. B. Zuckerrübe), das Kalium in seinen Funktionen in der Pflanze weitgehend ersetzen. Bei anderen Species wie Mais und Buschbohne, kann Natrium das Kalium nicht ersetzen. Die Essentialität von Natrium für die Zuckerrübenpflanze ist umstritten. Auf jeden Fall ist Natrium für die Zuckerrübe als nützliches Element anzusehen, da es Kalium ersetzen kann und oft zu Mehrerträgen führt (siehe Bild). Die Zuckerrübe gehört zu den sogenannten natrophilen Pflanzen. Sie vermag (im Gegensatz zu Mais und Buschbohne), Natrium in starkem Maße von der Wurzel in den Spross zu verlagern.




