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Verminderung der Luftbewegung (Folie) verbessert Calciumversorgung
- Signatur
- 01.05.065
- Ursprüngliche Signatur
- Hh-03.07
- Bildnachweis
- Volker Römheld
Bildinhalt
Gurkenpflanzen wurden in Gefäßen mit Boden bei diurnalem Beleuchtungsrhythmus (tags: Licht; nachts: dunkel) kultiviert und zwar erstens bei stehender Luft (keine Luftbewegung; Gewölbekeller, linkes Gefäß), zweitens bei ständiger starker Luftumwälzung (Wind; Klimakammer, Neubau; Bild-Mitte) und drittens bei stehender Luft, die durch Umhüllung der Pflanze mit einer Plastikfolie erzeugt wurde (Klimakammer, Neubau). Es ist folgendes ersichtlich: Die Pflanze links (stehende Luft ohne Folie) ist ohne Calciummangel-Symptome. Die Pflanze in der Mitte des Bildes (tags und nachts starke Luftumwälzung) weist starke Symptome von Calciummangel auf. Die Pflanze rechts im Bild (stehende Luft durch Überstülpung der Pflanze mit einer Folie) ist dagegen weitgehend frei von Calciummangel-Symptomen.
Erläuterung
Die Wachstumsbedingungen der Pflanzen unterschieden sich nur hinsichtlich der Luftumwälzung. Deshalb sind die Unterschiede in der Calciumversorgung der Pflanze allein darauf zurückzuführen. Ständige Luftbewegung (mittleres Gefäß) bedeutet ständig erhöhte Transpiration, was den Aufbau eines hohen Wurzel- und Sprossdruckes verhindert und zu Calciummangel führt. Demgegenüber wird bei stehender Luft die Transpiration stark erniedrigt, wodurch ein erhöhter Wurzel- und Sprossdruck aufgebaut wird, der das Calcium mit dem Xylemsaft in die Meristeme presst und dadurch Calciummangel verhindert (linkes Gefäß) oder weitgehend verhindert (rechtes Gefäß). Daß der Calciummangel bei Überstülpung der Pflanze mit einer Plastikfolie (rechts) nicht vollständig verhindert werden konnte, mag darauf zurückzuführen sein, dass (im Unterschied zum linken Gefäß) die Transpiration ständig (tags und nachts) sehr niedrig ist, während sie bei den Pflanzen im Keller im Tag-Nacht-Rhythmus deutlichen Schwankungen unterworfen ist. Dies weist darauf hin, dass ausreichende Calciumversorgung der Pflanze einen Wechsel von hoher und niedriger Transpiration erfordert. Ständig hohe Transpiration bewirkt starken Calciummangel, ständig niedrige Transpiration gewährleistet eine deutlich verbesserte Calciumversorgung. Eine hohe Transpiration ist offenbar erforderlich, um (auf apoplastischen Weg) genügend Calcium in den Spross zu transportieren. Niedrige Transpiration ist erforderlich, um (durch Aufbau eines hohen Wurzel- und Sprossdruckes) genügend Calcium in die Meristeme zu pressen.
Vergleiche auch
Schlagworte
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