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Bild: Hans-Peter Blume, Kiel Originaldatei herunterladen (1306 × 1681 px)

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Schwarzerde aus Löss/Tonstein

Signatur
05.06.008
Ursprüngliche Signatur
Bl-05.06.08
Bildnachweis
Hans-Peter Blume

Bildinhalt

Das Bild zeigt das Profil einer Schwarzerde aus Löss/Tonstein in der Nähe des Ortes Asel, Hildesheimer Börde. Der schwarz gefärbte Ah-Horizont (dunkler Mull-Ah) hat eine Mächtigkeit von etwa 55 cm. Ihm folgt ein kalkakkumulierter Cc-Horizont. Im C-Horizont befindet sich dunkles Ah-Horizontmaterial, im Oberboden teilweise hellgelbes C-Horizontmaterial. Dies ist die Folge intensiver Bioturbation: Die ehemaligen Wurmgänge sind mit Fremdmaterial gefüllt.

Erläuterung

Die Schwarzerde oder der Tschernosem ist ein A - C- Boden aus Mergelgestein mit einem über 40 cm mächtigen, dunklen Mull-Ah. Der Ah-Horizont ist krümelig und weist einen hohen Basensättigungsgrad auf (V-Wert > 50 %). Die Schwarzerden bildeten sich in Europa vorwiegend aus Löss. Bei Löss handelt es sich um ausgewehtes Material mit einem Tongehalt von etwa 10 bis 25 %, meist mit hohem Calciumcarbonatgehalt. Während die in der Ukraine vorkommenden Schwarzerden in der Regel stets sehr dunkel und mit Kalk angereichert sind (als Folge der geringeren Niederschläge; < 500 mm/Jahr), sind die mitteleuropäischen Schwarzerden meist heller und entkalkt. Grasreiche Vegetation und günstige klimatische Bedingungen (Frühjahr und Frühsommer feucht, Spätsommer trocken, Winter kalt) hemmten den Abbau von Huminstoffen und sorgten so für eine Anreicherung des Bodens mit organischer Substanz. Regenwürmer und andere Bodentiere sorgten für eine gute Durchmischung der Bodenbestandteile und für ein hohes Porenvolumen.

Vergleiche auch

Schlagworte

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