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Stagnogley aus Sand/Tonstein unter Fichte
- Signatur
- 05.06.007
- Ursprüngliche Signatur
- Bl-05.06.07
- Bildnachweis
- Hans-Peter Blume
Bildinhalt
Das Bild zeigt das Profil eines Stagnogleys aus Sand/Tonstein unter Fichte in der Nähe des Ortes Grömbach, Schwarzwald, aus dem Jahre 1971. Dem organischem Horizont (Rohhumusauflage; ca. 15 cm; schwarz) folgen der Ah-Horizont (huminstoffakkumulierter Oberboden; ca. 12 cm mächtig; schwarz), der Sew-Horizont (Stauwasser beeinflusst; gebleicht; ca. 20 cm mächtig; weißgrau), der Swd-Horizont (mit Rostflecken und Konkretionen versehen; ca. 10 cm mächtig; grauweiß) und der Sd-Horizont (Stauwasser beeinflusst, mit heller und rostfleckiger Matrix, marmoriert und mit gebleichten Aggregatoberflächen; ca. 40 cm mächtig; rot bis marmorfarben).
Erläuterung
Der Name Stagnogley bringt die geringe Wasserzügigkeit und die den Gleyen verwandte Dynamik dieser Böden zum Ausdruck. Stagnogleye entstehen bevorzugt unter kühlfeuchten Klimaverhältnissen aus sandreichem Material über dichtem lehmigen oder schluffigem Untergrund. Dadurch kommt es zu einer lang anhaltenden Vernässung bei niedrigen Bodentemperaturen. Organische Komplexbildner lösen Eisen- und Manganoxide und verlagern diese lateral (seitlich). So wird der Oberboden naßgebleicht. Eine Verlagerung dieser Stoffe in den Unterboden erfolgt (im Gegensatz zur Podsolierung) nicht, weil dieser nahezu ständig mit stagnierendem Wasser gesättigt ist. Bei ganzjähriger Wassersättigung bis nahe der Bodenoberfläche geht der Stagnogley in einen Moorstagnogley und letztlich in Moor über, bei denen der Unterboden kaum noch marmoriert, sondern ebenfalls gebleicht ist.





