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Schwarzerde aus Löss unter Steppe
- Signatur
- 05.06.009
- Ursprüngliche Signatur
- Bl-05.06.09
- Bildnachweis
- Hans-Peter Blume
Bildinhalt
Das Bild zeigt das Profil einer Schwarzerde aus Löss unter Steppe in der Nähe der Stadt Kursk (Süd-Russland). Der schwarz gefärbte Ah-Horizont (dunkler Mull-Ah) hat eine Mächtigkeit von etwa 90 cm. Ihm folgt ein kalkakkumulierter Cc-Horizont. Die Zone einer starken Vermischung des A- und C-Horizontes ist sehr mächtig (ca. 70 bis 120 cm). Im C-Horizont befindet sich dunkles Ah-Horizontmaterial, im Oberboden teilweise hellgelbes C-Horizontmaterial. Dies ist die Folge intensiver Bioturbation: Die ehemaligen Wurmgänge sind mit Fremdmaterial gefüllt.
Erläuterung
Die Schwarzerde oder der Tschernosem ist ein A - C- Boden aus Mergelgestein mit einem über 40 cm mächtigen, dunklen Mull-Ah. Der Ah-Horizont ist krümelig und weist einen hohen Basensättigungsgrad auf (V-Wert > 50 %). Die Schwarzerden bildeten sich in Europa vorwiegend aus Löss. Bei Löss handelt es sich um ausgewehtes Material mit einem Tongehalt von etwa 10 bis 25 %, meist mit hohem Calciumcarbonatgehalt. Während die in Süd-Russland und der Ukraine vorkommenden Schwarzerden stets mit Kalk angereichert sind, sind die mitteleuropäischen Schwarzerden meist entkalkt. Grasreiche Vegetation und günstige klimatische Bedingungen (Frühjahr und Frühsommer feucht, Spätsommer trocken, Winter kalt) hemmten den Abbau von Huminstoffen und sorgten so für eine Anreicherung des Bodens mit organischer Substanz. Regenwürmer und andere Bodentieresorgten für eine gute Durchmischung der Bodenbestandteile und für ein hohes Porenvolumen.





