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Phosphordüngung induziert und verstärkt Eisenmangel auf Phosphormangelboden
- Signatur
- 01.11.196
- Ursprüngliche Signatur
- Rö-Fe-26
- Bildnachweis
- Volker Römheld
Bildinhalt
Kichererbsenpflanzen wurden in Gefäßen auf einem Phosphor- und Eisenmangelboden bei unterschiedlicher P-Düngung kultiviert: ohne Phosphordüngung (P0; links) und bei von links nach rechts steigenden P-Gaben (P1, P2; P3). Es ist ersichtlich: Die P0-Pflanzen weisen P-Mangelsymptome auf (ältere Blätter chlorotisch und nekrotisch); sie sind jedoch frei von Eisenmangelsymptomen (junge Blätter dunkelgrün). Die Pflanzen der P1-Düngungsstufe weisen keinen P-Mangel und nur ganz leichten Fe-Mangel auf. Die Pflanzen der P2- und P3-Düngungsstufe weisen starke Eisenmangelchlorosen auf.
Erläuterung
Bei P-Mangel kommt es zur Ausbildung von Proteoidwurzeln und zu einer starken Wurzelexsudation. Beides verbessert infolge der erhöhten Eisenmobilisierung im Boden und der erleichterten Fe(III)-Reduktion die Fe-Ernährung der Pflanze, so dass bei den Pflanzen der P0-Stufe keine Eisenmangelchlorosen, sondern nur P-Mangelsymptome auftreten. Mit steigendem P-Angebot verschwinden (neben den P-Mangelsymptomen) die Proteoidwurzeln und die Wurzelexsudation vermindert sich. Dadurch wird im Boden weniger Eisen mobilisiert und aufgenommen, so dass Eisenmangelchlorosen auftreten. Die Strategie der Pflanze zur Überindung von P-Mangel ist also zugleich auch eine Strategie zur Überwindung von Eisenmangel.
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