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Bild: Volker Römheld, Stuttgart-Hohenheim Originaldatei herunterladen (1596 × 981 px)

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Niedrige Temperatur induziert und verstärkt Eisenmangel bei Erdnuss

Signatur
01.11.029
Ursprüngliche Signatur
Hh-09.03
Bildnachweis
Volker Römheld

Bildinhalt

Erdnußpflanzen wurden in Gefäßen mit karbonathaltigem Boden bei Boden- und Lufttemperaturen von 24°C und 14°C kultiviert und zwar jeweils ohne Eisendüngung und mit Eisendüngung. Bei den mit Eisen gedüngten Pflanzen (2. und 4. Gefäß von links) traten, unabhängig von der Temperatur, keine Chlorosen auf. Bei den nicht mit Eisen gedüngten Pflanzen (1. und 3. Gefäß von links) war jedoch das Auftreten von Eisenmangelchlorosen abhängig von der Temperatur: Das Absenken der Temperatur von 24°C auf 14°C induzierte starken Eisenmangel.

Erläuterung

Hinsichtlich der Eisenaneignung ist die Erdnusspflanze eine sogenannte Strategie-I-Pflanze, d. h. die Eisenaufnahme erfordert eine Reduktion von Fe(III) zu Fe(II). Diese Reduktion verbraucht aber Energie und Protonen. Mit sinkender Temperatur nimmt die Wurzelatmung stärker ab als das Wachstum der Pflanze, woraus Energiemangel resultiert. Verringerte Wurzelatmung bedeutet außerdem (neben verringerter Nährstoffaufnahme) verringerte Protonenabscheidung der Wurzel. Deshalb ist bei niedriger Temperatur die Reduktion von Eisen(III) zu Eisen(II) erschwert, die Eisenaufnahme sinkt und es kommt zur Ausbildung von Eisenmangelchlorosen.

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