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Bild: Horst Marschner, Stuttgart-Hohenheim Originaldatei herunterladen (2036 × 1303 px)

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Spritzschäden infolge einer AHL-Blattapplikation bei Getreide

Signatur
06.01.005
Ursprüngliche Signatur
Hh-04.07
Bildnachweis
Horst Marschner

Bildinhalt

Das Bild zeigt einen Weizenbestand (Nahaufnahme), etwa 1 Woche nach erfolgter Blattapplikation mit einer Ammonnitrat-Harnstofflösung (AHL). Es ist ersichtlich, dass bei zahlreichen Pflanzen die Blätter geschädigt sind: Die Fahnenblätter sind weiß, gelb und braun verfärbt (Chlorosen und Nekrosen).

Erläuterung

Wenn zu hohe Mengen Ammonnitrat und Harnstoff auf das Blatt gelangen, dann kann infolge zu starker Nährstoffaufnahme der Stoffwechsel der Pflanze so stark beeinträchtigt werden, dass das Gewebe schließlich abstirbt (Nekrosenbildung). Außerdem kann der Spritzbelag der Zelle Wasser entziehen, was zur Plasmolyse und damit ebenfalls zu Nekrosen führen kann. Ursachen solcher Spritzschäden sind: zu hohe Nährstoffaufwandmenge; ungleichmäßige Verteilung der Aufwandmenge; fehlerhafte Spritzdüse; lang anhaltende, hohe Luftfeuchtigkeit, die dazu führt, dass der Spritzbelag auf dem Blatt nicht eintrocknet, was zu einer überhöhten (toxischen) Nährstoffaufnahme führen kann.

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