Die Bilder dürfen kostenlos heruntergeladen und für Vorträge genutzt werden – stets mit Angabe des Bildautors.
Spritzschäden infolge einer AHL-Blattapplikation bei Getreide
- Signatur
- 06.01.005
- Ursprüngliche Signatur
- Hh-04.07
- Bildnachweis
- Horst Marschner
Bildinhalt
Das Bild zeigt einen Weizenbestand (Nahaufnahme), etwa 1 Woche nach erfolgter Blattapplikation mit einer Ammonnitrat-Harnstofflösung (AHL). Es ist ersichtlich, dass bei zahlreichen Pflanzen die Blätter geschädigt sind: Die Fahnenblätter sind weiß, gelb und braun verfärbt (Chlorosen und Nekrosen).
Erläuterung
Wenn zu hohe Mengen Ammonnitrat und Harnstoff auf das Blatt gelangen, dann kann infolge zu starker Nährstoffaufnahme der Stoffwechsel der Pflanze so stark beeinträchtigt werden, dass das Gewebe schließlich abstirbt (Nekrosenbildung). Außerdem kann der Spritzbelag der Zelle Wasser entziehen, was zur Plasmolyse und damit ebenfalls zu Nekrosen führen kann. Ursachen solcher Spritzschäden sind: zu hohe Nährstoffaufwandmenge; ungleichmäßige Verteilung der Aufwandmenge; fehlerhafte Spritzdüse; lang anhaltende, hohe Luftfeuchtigkeit, die dazu führt, dass der Spritzbelag auf dem Blatt nicht eintrocknet, was zu einer überhöhten (toxischen) Nährstoffaufnahme führen kann.
Vergleiche auch
Schlagworte
Mehr zum Thema Mineraldüngung
Eisen(III)-Phosphat mit besserer P-Düngewirkung als Hyperphos06.01.004
Spritzschäden infolge Stickstoff-Blattapplikation bei Getreide06.01.006
Düngewirkung von Rohphosphat auf einem Inceptisol06.01.007
Senf schließt Rohphosphat besser auf als Weizen06.01.003
Düngewirkung von Rohphosphat auf einem Oxisol06.01.008
Senf schließt Rohphosphat besser auf als Mais06.01.002