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Bild: Horst Marschner, Stuttgart-Hohenheim Originaldatei herunterladen (1408 × 1925 px)

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Senf schließt Rohphosphat besser auf als Weizen

Signatur
06.01.003
Ursprüngliche Signatur
Hh-12.03
Bildnachweis
Horst Marschner

Bildinhalt

Weizen- und Senfpflanzen wurden in Gefäßen mit Boden kultiviert und zwar ohne Phosphordüngung (links), mit Rohphosphat (Hyperphos) (Mitte) und Kaliumdihydrogenphosphat (rechts). Es ist ersichtlich, dass bei Weizen Hyperphos den starken Phosphormangel (Wachstumshemmung, nekrotische Blattspitzen) nicht beseitigen und auch nicht vermindern konnte (obere Reihe; Mitte), während die Düngung mit Kaliumphosphat ein normales Wachstum der Pflanze gewährleistete (obere Reihe; rechts). Bei Senf trat bei unterlassener Phosphordüngung ebenfalls starker Phosphormangel auf (Wachstumshemmung; untere Reihe, links). Hyperphosphat zeigte jedoch eine mindestens ebenso gute Phosphordüngewirkung wie lösliches Phosphat (untere Reihe; Mitte und links).

Erläuterung

Der Befund, dass Hyperphos bei Senf eine gute und bei Weizen keine P-Düngewirkung aufweist, ist wie folgt zu erklären: Senf ist hinsichtlich Eisenaneignung eine sogenannte Strategie-I-Pflanze. Die Wurzeln der Strategie-I-Pflanzen scheiden verstäkt Protonen aus, um die Aufnahme von Eisen aus dem Boden zu verbessern. Strategie-II-Pflanzen scheiden zu diesem Zwecke sogenannte Phytosiderophore (Hochleistungs-Chelatoren) ab, die mit Fe(III) Chelate von sehr hoher Stabilität bilden, die als solche über die Plasmamembran in den Symplasten aufgnommen werden. Um schwerlösliches Hyperphos (tertiäres Kalziumphosphat) in lösliches primäres Kalziumphosphat umwandeln und damit pflanzenverfügbar machen zu können, ist in der Rhizosphäre eine hohe Protonendichte erforderlich. Diese wird beim Senf erreicht, nicht jedoch beim Weizen.

Vergleiche auch

Schlagworte

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